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Unternehmensnachfolge: mehr als 150.000 mittelständische Betriebe sind auf der Suche nach einem Nachfolger

Eine Studie der Förderbank KfW zeigt, dass mehr als 150.000 mittelständische Betriebe einen Nachfolger suchen. Die KfW schreibt in dieser Studie: „Einen geeigneten Kandidaten zu finden, der gleichzeitig unternehmerische Motivation und das notwendige Know-how mitbringt, wird in einer alternden Generation zunehmend schwieriger.“

Ulrich C. Heckner, Unternehmensberater und Geschäftsführer

Auch der DIHK-Report „Unternehmensnachfolge 2020“ zeigt, dass viele Unternehmer gerade in der Pandemiephase die Übergabe des Unternehmens zurückstellen und „noch einige Jahre weitermachen wollen“. Wohl auf der Suche nach „besseren Zeiten“

Was kann man denen, die auf der Suche sind und keinen geeigneten Nachfolger finden, denn empfehlen?

1. Planen Sie frühzeitig die Unternehmensnachfolge

Bereits zehn Jahre vor dem geplanten Eintritt in den Ruhestand muss der Unternehmer erste Schritte der Vorbereitung ergreifen. Ein wesentlicher Aspekt bei der Vorbereitung zur Nachfolge ist der Themenkreis „Notfall Chef“.

Von Kreditinstituten, aber auch Verbänden und Kooperationen werden die sog. Notfallordner oder Notfallkoffer angeboten, in denen der Unternehmer Vorkehrungen trifft, um bei seinem (zeitweiligen) Ausfall den Betrieb so zu organisieren, dass es auch ohne den Chef weiterlaufen kann. Themenbeispiele, die beim Notfall Chef beachtet werden müssen, sind in diesem Artikel aufgeführt.

2. Notfallkoffer den Mitarbeitern bekanntmachen

Wer seinen Mitarbeitern zeigt, dass der Unternehmer auch einen Plan für seinen eigenen Ausfall bereithält, um das Unternehmen und damit die Arbeitsplätze zu sichern, wird mit Sicherheit bei seinen Mitarbeitern höher angesehen als der Unternehmer, der lapidar sagt „Wenn ich ausfalle, dann musst du dir eben einen neuen Chef suchen“.

3. Verkaufen oder verschenken?

Der 55. Geburtstag des Unternehmers ist beim Verkauf des Unternehmens ein ganz entscheidendes Datum. Wer nach seinem 55. Geburtstag die Übergabe des Unternehmens durchführt, hat mit einem Bündel an steuerlichen Vorteilen zu rechnen. Wer vorher verkauft, zahlt deutlich mehr Steuern bei der Unternehmensnachfolge.

Wichtig ist es auch, sich schon im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, welche Mitarbeiter des Unternehmens Führungsverantwortung übernehmen können. Jeder externe Käufer, sei es ein Investor oder auch der Kollege in der nächsten Stadt, wird nur dann einen angemessenen Kaufpreis für ein Unternehmen bezahlen, wenn der Betrieb so organisiert ist, dass er auch nach Ausscheiden des Unternehmers weitergeht.

4. Wie sieht es mit meiner Altersvorsorge aus?

Diese Frage muss ein Unternehmer eigentlich schon zu Beginn der beruflichen Laufbahn als Selbstständiger geklärt haben. Wenn die Übergabe in den nächsten fünf Jahren stattfindet und die Person an der Spitze des Betriebes noch keinen Plan hat, wovon er im Alter leben möchte, dann ist es eindeutig zu spät, sich mit der Altersvorsorge zu beschäftigen. Mehr zum Thema Altersvorsorge gibt es in diesem Artikel.

5. Stück für Stück verkaufen?

Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Beteiligung am Unternehmen vor allem dann in Frage kommt, wenn ein Mitarbeiter langfristig den Betrieb übernehmen möchte. In allen Fällen, in denen ein Externer den Betrieb übernimmt, sollte eine Übertragung aller Gesellschaftsanteile (bei Kapitalgesellschaften) oder ein Übertrag des Unternehmens als Ganzes angestrebt werden.

Was Schritt für Schritt bei der Nachfolge zu beachten ist, ist hier beschrieben.

Nächste Schritte

Die Unternehmensberatung Heckner hat in den vergangenen Jahren einige hundert Unternehmen zu allen Themen der Nachfolge begleitet. Möchten Sie mit einem erfahrenen Experten über dieses Thema sprechen?

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