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Die 5 häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge

Seit mehr als 25 Jahren betreut Jochen Klooß hunderte Unternehmer aus dem Mittelstand zu allen Themen im Bereich Finanzen und Altersvorsorge.

„Viele Unternehmer könnten viel früher in den Ruhestand gehen“, berichtet Herr Klooß „Aber oft fehlt das Grundverständnis der Zusammenhänge. So bleibt viel Geld auf dem Tisch liegen.“ Das muss aber nicht sein! Dieser Artikel beschreibt die 5 häufigsten Fehler bei der Altersvorsorge und wie man diese leicht vermeidet.

Achtung: dieser Artikel ist NICHT geeignet, für Personen, die:

  • Keinerlei Risiko eingehen möchten
  • Noch hochverzinsliche Kredite abbezahlen (z.B. Kreditkarten)
  • Nicht bereit sind langfristig (mindestens 5 Jahre) zu investieren

Fehler 1: die Angst gewinnen lassen

Viele potenzielle Investoren sind abgeschreckt von möglichen Kurseinbrüchen und sehen den Aktienmarkt eher als eine Art Casino. Dass aber die wirtschaftliche Teilhabe am Produktivkapital von Erfolg gekrönt sein kann, wissen Unternehmer ja von Ihrem eigenen Betrieb. Das Handwerk boomt und die meisten Inhaber wissen, dass man mit Anteilen an einer Firma gutes Geld verdienen kann.

Warum sollte man dann nicht in Aktien investieren? Hier ein Gedankenexperiment: wäre es tatsächlich so, dass man mit Aktien NICHT mehr Rendite erwirtschaften kann als mit Zinsen, gäbe es unser Wirtschaftssystem gar nicht. Würden Sie für Ihre Firma einen Kredit aufnehmen, erwarten Sie selbstverständlich, dass mit der Investition, z.B. in ein neues Gebäude, mehr erwirtschaftet werden kann, als Sie an Zinsen an die Bank bezahlen. Ansonsten wäre diese Investition sinnlos.

Genauso verhält es sich auch mit den Anteilen an anderen Firmen, die Sie durch den Kauf von Aktien de facto erwerben. Wenn Sie also glauben, dass Deutschland als Ökonomie in 10, 20 und 50 Jahren noch existiert, dann ist die einzige logische Konsequenz in Aktien erstklassiger Unternehmen zu investieren.

Sie sagen: ich verstehe den Punkt, aber Firmen können auch pleite gehen! Damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt…

Fehler 2: in ein paar wenige Aktien investieren

Jeder, der in seinem Leben in einzelne Aktien investiert hat, kennt das Gefühl, wenn der Kurs kurzzeitig, oder gar permanent einbricht. Was ist da schiefgelaufen? Niemand, selbst Warren Buffet oder Elon Musk, kann mit Gewissheit voraussagen, welche Firmen in 5 oder 10 Jahren noch am Markt bestehen.

Aus diesem Grund ist es gefährlich in nur eine Handvoll von Titeln zu investieren. Sie könnten Recht mit Ihrer Einschätzung haben, oder eben auch nicht. Nehmen Sie nur einmal das Beispiel von WireCard. Einst galt es als Top Unternehmen und war an den Börsen heiß gehandelt worden doch dann kam die böse Überraschung…

Wie kann man sich vor solchen Pleiten schützen? Dieses Risiko kann man durch eine sehr breite Streuung reduzieren. Ähnlich wie in Ihrem Betrieb. Wenn Ihr Großkunde mit dem Sie 30% des Jahresumsatzes machen, Insolvenz anmeldet, haben Sie auch ein finanzielles Problem.

Deshalb sollte man, wenn man in einzelne Aktien investiert, ein Depot mit mindestens 33 Einzeltiteln aufbauen, so dass eine Aktie nur 3% vom Depot ausmacht. Dies bedeutet einen sehr hohen Verwaltungsaufwand. Einfacher ist es in erstklassige Fonds zu investieren. Aber auch hier sollte man ca. 10 verschiedene Fonds aussuchen, um die Gesetze der Streuung und Mischung einzuhalten.


Fehler 3: nur in Deutschland investieren / nur in Aktien investieren

Wenn man in Deutschland wohnt, hat man die Angewohnheit, überwiegend in Deutsche Unternehmen/Aktien investiert. Man hat den Irrglauben, dass man diese Firmen besser beurteilen kann als ausländische Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft macht ca. 3,5% der Weltwirtschaft aus. Wer nur in Deutschland investiert, vergibt die Chancen in den restlichen 96,5%.

Man sollte auch nicht nur auf Aktien als alleinige Anlageklasse setzen. Ein Mix von Cash, Anleihen, Aktien, Immobilien und Edelmetallen der zu den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Anlegers passt, sollte schrittweise aufgebaut werden.

Fehler 4: zu spät beginnen / nicht regelmäßig investieren

Eine Frage Wissen Sie den überhaupt wieviel Geld Sie im Ruhestand benötigen?

Hier ist ein Beispiel eines Unternehmers, der mit seinen laufenden Kosten einen monatlichen Bedarf von Euro 2.500,- im Ruhestand hat. Das bedeutet, dass dieser Unternehmer ca. 580.000,- angespart haben muss, wenn wir davon ausgehen, dass er das 90. Lebensjahr erreicht.

Wie soll man solche Summe als Normalsterblicher erreichen? Folgendes Rechenbeispiel zeigt klar auf wie der Effekt der Zeit viel wichtiger ist, wie der angesparte Betrag. Betrachten wir zwei Beispiele mit zwei Investoren. Beide erreichen eine Durchschnitts-Rendite von 7%

Egon:

  • Alter 65
  • Beginnt mit 40 Jahren
  • Zahlt 500,- pro Monat ein
  • Insgesamt angespart über 25 Jahre: 150.000,-
  • Voraussichtliches Kapital beim Renteneintritt: 393.000,-

Heinz:

  • Alter 65
  • Beginnt mit 35 Jahren
  • Zahlt 500,- pro Monat ein
  • Insgesamt angespart über 30 Jahre: Euro 180.000,-
  • Voraussichtliches Kapital beim Renteneintritt: 588.000,-

Wie das Beispiel zeigt, hat Heinz beim Renteneintritt wesentlich mehr Kapital zur Verfügung als Egon, obwohl er nur 5 Jahre früher angefangen hat regelmäßig monatlich zu investieren.

Aus diesem Grund ist die klare Empfehlung: nicht über den richtigen Zeitpunkt mit dem Beginn des Kapitalaufbaus nachdenken, sondern möglichst früh zu starten. Mit Ausnahme von Menschen die noch hochverzinsliche Kredite abstottern (z.B. Kreditkarte oder teures Darlehen), sollte jeder einen Sparplan haben, in dem er regelmäßig einzahlt.

Fehler 5: alles auf eigene Faust machen

Wie man von den Profis lernen kann, zeigt der norwegische Staatsfond. Die norwegische Regierung hat in den 1990er Jahren bereits erkannt, dass sich durch Aktien langfriste Renditen erwirtschaften lassen, die mit anderen Investitionen kaum erreichbar sind.

So hat dieser Fonds mittlerweile ein Volumen von mehr als 1 Billionen USD aufgebaut. Umgerechnet hat jeder Staatsbürgen einen Anteil von ca. 170.000,- USD. Seit Auflage hat dieser Staatsfonds eine durchschnittliche Rendite von ca. 6% % pro Jahr erreicht. Das ist stattlich!

Wie funktioniert das aber? Wie man aus der Grafik entnehmen kann, investiert dieser Fond in verschiedene Anlageklassen. Diese Investitionen sind zum einen nach Anlageklassen (Aktien, Zinsanlagen, Immobilien) diversifiziert. Zum anderen darf dieser Fonds in Norwegen selbst gar nicht investieren, sondern es werden Aktien und Zinspapiere aus allen Weltregionen und Wirtschaftsbranchen gekauft.

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