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Unter Strom.

Workshops – die Grundlagen

Damit der nächste Workshop, den Sie organisieren nicht zur Zeitverschwendung aller Teilnehmer wird, verrät Ulrich C. Heckner, Unternehmensberater mit über 40 Jahren Erfahrung, welche Grundprinzipien unbedingt zu beachten sind.

„Es gibt praktische Tipps“, berichtet Ulrich C. Heckner, „die jede Führungskraft einfach umsetzen kann, damit der Workshop zielgerichtet ist und zur nachhaltigen Veränderung im Unternehmen führt. Wenn sich nichts verändert, dann war der Workshop umsonst.“

1. Workshop = es muss gearbeitet werden

Was ist überhaupt ein Workshop und ist dies nicht das gleiche wie ein Seminar?

Ein Seminar dient der Wissensvermittlung und der Sensibilisierung von Teilnehmern für bestimmte Themenkreise. Häufig ist es so, dass ein Seminar mit Workshopelementen interessanter gestaltet werden kann. Allein vom Namen her wird deutlich, dass in einem Workshop von Seiten der Mitarbeiter auch gearbeitet werden muss, dass Mitarbeiter also einbezogen werden.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Die Geschäftsleitung entscheidet sich Veränderung im Unternehmen durchzuführen. Diese werden den Mitarbeiter mitgeteilt mit Anweisung zur Umsetzung. Was ist das Resultat?

  • Werden die Mitarbeiter mit Elan sofort an die Sache gehen?
  • Oder werden die Mitarbeiter halbherzig irgendwann mit der Umsetzung beginnen?

Wahrscheinlich ist es in diesem Szenario so, dass sich die Geschäftsleitung schwertut, die Mitarbeiter davon zu überzeugen, wie notwendig diese Veränderungen für eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft sind.

2. Betroffene zu Beteiligten machen

Nun ein zweites Szenario:

  • Die Mitarbeiter werden über die Ist-Situation des Unternehmens informier
  • Es werden konkrete Zahlen und Fakten geteilt, um Objektivität zu schaffe
  • Die Mitarbeiter werden an Gesprächen beteiligt, um Lösungen zu erarbeiten

Wenn Sie so wie Szenario 2 vorgehen, ist die Wahrscheinlichkeit erheblich größer, dass der Workshop zum Erfolg wird. Die Mitarbeiter, die an einer Problemlösung mitgearbeitet haben, unterstützen in der Regel den Veränderungsprozess gegenüber den anderen Mitarbeitern.

Die Konsequenz: Die Maßnahmen werden erheblich intensiver umgesetzt, als wenn Lösungen nur zwischen Geschäftsleitung und ggf. externen Beratern erarbeitet werden.

Workshops werden immer dann durchgeführt, um Veränderungsprozesse im Unternehmen nachhaltig umzusetzen und um die Bereitschaft der Mitarbeiter zu erhöhen den Veränderungsprozess zu unterstützen.

Das Motto lautet also „Die Betroffenen zu Beteiligten machen“.

3. Inhalte des Workshops

Zunächst muss das Thema des Workshops definiert werden. Worum geht es? Hier drei Beispiele, wie das Thema konkretisiert und eingegrenzt werden kann:

  • Verbesserte Kommunikation zwischen Büro und Baustelle
  • Mehr Effizienz im Prozessablauf im Bereich Kundendienst
  • Bessere Ergebnisse bei Online-Kundenrezessionen

Wenn das Thema beschlossen ist, muss danach die Ausgangslage und Zielsetzung genau definiert werden, z.B.:

  • Ausgangslage: Rohertrag pro Kopf ist deutlich niedriger als der Durchschnitt der Branche da zu wenige Stunden verrechenbar sind

  • Zielsetzung: Besprechung der möglichen Gründe (z.B. Organisation, Kommunikation, kaufmännische Software etc.) und Festlegung der Maßnahmen (z.B. mindestens 3 Maßnahmen pro Themenbereich)

Organisieren Sie niemals einen Workshop, ohne sich vorher genau im Klaren über die Ziele zu sein!

4. Neue Erkenntnisse zu Mitarbeitern und Kollegen

Ein weiterer Nutzen von Workshops: unabhängig davon, welche Zielrichtung definiert ist, wird in einem Workshop für die Vorgesetzten immer klar eines klar:

Sie haben die Möglichkeit die Mitarbeiter außerhalb des üblichen Tagesgeschäftes zu beobachten um somit neue Erkenntnisse über die Verhaltensweisen zu gewinnen. So erhält man schnellen Einblick über Engagement und Motivation der Teilnehmer.

Oft werden in Workshops auch Persönlichkeitsanalyse durchgeführt, z.B. DISG oder Insights. Damit kann man herauszufinden, welche Persönlichkeitsstrukturen unter den Mitarbeitern vorhanden sind um somit neue Erkenntnisse über die Potenziale sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Mitarbeiter zu gewinnen.

Im nächsten Artikel erfahren Sie, wie man Workshops richtig durchführt.

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